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Traditionsbrecher
Audi A3 Sportback

“Nicht besonders sportlich, aber auch nicht gerade funktionell• sagte Walter de’Silva, als er 2001 neuer Audi-Designchef wurde und vor der bereits fertig gestellten A3-Karosse stand. Flugs sorgte er für Abhilfe und verpasste dem fünftürigen A3 neben einer neuen Linie gleich noch ein komplett neues Heck und nannte ihn Sportback. Das zweite Derivat der A3-Familie will bewusst kein Kombi sein und verzichtet nicht nur auf die traditionelle Bezeichnung Avant sondern auch auf einen längeren Radstand.

Mit ausgewogenen Proportionen wirkt der A3 sportlich und emotional und sieht freundlicher aus als der eben vorgestellte Einser BMW. Besondere Aufmerksamkeit sollte man den auffälligen Heckleuchten widmen, die stilistisch von der vielgelobten Studie Nuvolari abgeleitet wurden und die sich de’Silva durchaus auch an anderen Modellen vorstellen kann. Interessant sind auch die nach innen gebogenen Sicken unter den Heckleuchten, wodurch die Heckklappe harmonisch eingebettet wirkt.

Neben A8 W12 und dem neuen A6 ist der A3 Sportback zunächst das dritte Modell mit dem markanten „Singleframe“-Kühlergrill. Die ausgeprägte seitliche Pfeilung und die dynamisch angeschrägten Scheinwerfer lassen das jüngste Mitglied der neuen Audi-Generation ausgesprochen selbstbewusst wirken. Der flache Spalt im Frontspoiler gibt dem Gesicht eine sportliche Note und lässt den mächtigen Grill nicht ganz so hoch aussehen.

Auch im Interieur hat die neue Sportlichkeit Einzug gehalten und so stattete Audi’s Designboss den Sportback mit einem trapezförmigen Pralltopf im Lenkrad aus, das den rundlichen Plakettengrill symbolisiert. Doch der größte Unterschied zum Dreitürer ist die trotz gleichem Radstand um 11 Millimeter vergrößerte Beinfreiheit, die auf das Konto der neu geformten Vordersitzlehnen geht. Das der Sportback kein Kombi sein will, davon zeugt schon sein recht knapp geratener Kofferraum, in den gerade einmal 370 Liter reingehen – 20 Liter mehr als beim dreitürigen Audi A3.

Großzügig fällt hingegen das Motoren- und Getriebeangebot aus, das bei den Benzinern vom 1,6 mit 75 kW/102 PS bis zum 3,2 V6 mit 184 kW/250 PS reicht sowie zwei Diesel mit 77 kW/105 PS sowie 103 kW/140 PS umfasst. Weltpremiere erlebt der 2.0T FSI Vierzylinder mit Turbolader, der 147 kW/200 PS mobilisiert und der zugleich der erste Serienmotor mit Benzindirekteinspritzung und Turboaufladung ist. Sein maximales Drehmoment von 280 Nm stellt er in einem breiten Bereich zwischen 1.800 und 5.000 U/min zur Verfügung. Neben den manuellen 5- oder 6-Ganggetrieben sind für die jeweils stärksten Versionen auch das Direktschaltgetriebe DSG erhältlich, das blitzschnelle Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung ermöglicht. Die 6-stufige Tiptronic ist optional für den 2.0 FSI sowie für den 1,6 erhältlich.

Damit dürfte es den Ingolstädtern nicht schwer fallen, weiterhin auf der Überholspur zu fahren und der Konkurrenz aus München und Stuttgart Paroli bieten zu können. (dio)

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