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Neue Selbstzünder für die Oberliga
BMW setzt mit 730d und 740d neue Maßstäbe in der Luxusklasse

Dieselantrieb und Luxuslimousine, passt das zusammen? Die jüngsten Erfolge von Audi, BMW und Mercedes in der automobilen Oberliga sprechen da eigentlich eine klare Sprache. Auch wenn es den Käufern in der Luxusklasse nicht auf das letzt Cent ankommt, so wird auch dort gerne mit niedrigen Verbräuchen, hohen Reichweiten und gigantischen Drehmomenten geprahlt. Keine Frage - der Dieselmotor liegt im Trend. Schon beim alten Siebener lag der Dieselanteil bei rund 35%, auf einigen Märkten Südeuropas gar bei bis zu 80%. Grund genug für die Bayern, das Motorenangebot schnellstmöglich mit den leistungsstarken Selbstzündern zu erweitern.

Vor kurzem lud BMW die internationale Fachpresse zu ersten Testfahrten mit dem neuen 730d und 740d rund um München ein. Hohe Fahrleistungen und die dynamische Kraftentfaltung beider Varianten konnten auf Anhieb überzeugen. Wer das typische Dieselnageln erwartete wurde schnell enttäuscht, stattdessen reizten die beiden mit angenehmer Laufruhe und hoher Kultiviertheit.

Schon der "kleine" 3.0 Liter-Sechszylinder des 730d leistet jetzt passable 160 kW/218 PS und damit 13 Prozent mehr als sein Vorgänger (142 kW/193 PS). Das Nenndrehmoment stieg sogar um 16 Prozent von 430 Nm auf 500 Nm, das zwischen 2.000 und 2.750 U/min anliegt und somit ständig präsent und abrufbar ist. Möglich wurde diese Steigerung hauptsächlich durch das weiterentwickelte Common Rail System, das mit einem maximalen Druck von 1.650 bar arbeitet und eine noch effizientere Zerstäubung des Kraftstoffes ermöglicht. Anstatt immer das gesamte Fördervolumen auf Hochdruck zu komprimieren, bringt die Elektronik nur soviel Kraftstoff auf Druck wie momentan gebraucht wird. Der dadurch verringerte Energiebedarf der Hochdruckpumpe trägt maßgeblich zur Absenkung des Verbrauches bei.

Der 730d kann mit guten Fahrleistungen aufwarten, die in erster Linie dem verbesserten Leistungsgewicht zuzuschreiben sind. Waren es beim Vorgänger noch 14 kg/kW, muss jetzt jedes Kilowatt nur noch 11,9 Kilogramm schleppen. Das spiegelt sich eindrucksvoll in den Fahrleistungen und in den Verbrauchswerten wieder. Die Höchstgeschwindigkeit endet erst bei 235 km/h (220 km/h) und der Spurt auf 100 wird in 8,0 Sekunden (9,2) erledigt. Der Kraftstoffverbrauch im EU- Zyklus sank dabei von 8,7 auf 8,5 Liter auf 100 Kilometer.

Der Achtzylinder im 740d kann all das noch ein bisschen besser und begeisterte mit seiner eindrucksvollen und souveränen Kraftentfaltung. Die V8-Maschine bringt es auf 190 kW/258 PS und auf ein unglaubliches Drehmoment von 600 Nm zwischen 1.900 und 2.500 Touren. Die damit erzielbaren Fahrleistungen bieten den meisten Ottomotoren in dieser Leistungsklasse Paroli, bzw. sind ihnen sogar überlegen. Die Normbeschleunigung absolviert der 740d in 7,4 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit endet erst bei 250 km/h. Der Verbrauch im EU- Zyklus liegt bei 9,7 Liter.

Die neuen Diesel-7er sind - und das ist weltweit einmalig - mit dem aus 735i und 745i bekannten Sechsgang-Automatikgetriebe ausgerüstet. Die große Spreizung der Übersetzung bietet Vorteile insbesondere beim Anfahren und im oberen Geschwindigkeitsbereich. Während der niedrigste Gang auf noch mehr Zugkraft ausgelegt ist und eine hohe Anfahrtsbeschleunigung ermöglicht, sorgt der zusätzliche sechste Gang für niedrigere Drehzahlen und damit für weniger Verbrauch und Geräusch.

Ohne Zweifel zwei sehr gute Motorisierungen für den Siebener, doch welchen soll man jetzt nehmen? Ein Blick in die Preisliste erleichtert die Wahl erheblich. Während der 730d mit 58.000 Euro das Einstiegsmodell in die Oberklasse von BMW darstellt, markiert der 740d mit 75.700 Euro das obere Ende. Immerhin rechnen die Bayern damit, rund 1/3 aller 7er mit Dieselantrieb als Achtzylinder zu verkaufen.
(dio)


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Weitere Informationen zu BMW finden Sie unter:
www.bmw.de

Fotos:
D. Oelschläger

BMW 730d

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BMW 740d

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