Salon international de l'Automobile Genéve 2003

06.03. - 16.03.2003

Automobile A - D


Alfa Romeo Kamal
Die Italienische Sportmarke will hoch hinaus und zeigte mit der aufregenden Crossover-Studie Kamal, wie sie sich einen SUV auf Basis des 147 vorstellt. Der Kamal verbindet Off-Road-Eigenschaften mit dem typischen Handling kleiner
Alfas. Sein 3.2-Liter Sechszylindermotor leistet 184 kW/250 PS und sorgt für ungetrübte Fahrfreude. Die bildschöne Studie ist Vorbote des neuen Alfa-Designs, wie es in allen zukünftigen Modellen zu finden sein wird. Bemerkenswert sind die fast unsichtbaren hinteren Türen, die den Kamal wie ein Coupé wirken lassen. Von allen Seiten betrachtet suggeriert die Studie unbändige Kraft und Power. 2006 wird dieser mit Allrad kommen", verspricht der neue Schweizer Alfa-Generaldirektor Alberto Marghieri. Die Vorfreude beginnt schon jetzt.
Alfa Romeo KamalAlfa Romeo KamalAlfa Romeo KamalAlfa Romeo Kamal


Audi Nuvolari quattro
Mit der Konzeptstudie Nuvolari quattro gibt
Audi nach dem Pikes Peak quattro einen weiteren Ausblick auf das kommende Design der neuen A6-Generation, die im Herbst auf der IAA in Frankfurt ihre Weltpremiere erleben wird. Mit dem rassigen Coupé zeigen die Ingolstädter, wie sie sich einen eleganten und leistungsstarken Gran Turismo von morgen vorstellen. Walter de`Silva, Audi Design-Chef: "Der Nuvolari quattro skizziert die Richtung, in die sich das Audi-Exterieur und -Interieur entwickeln werden."

Die als Aluminium-Space Frame ausgeführte Karosserie sorgt für ein ausgezeichnetes Leistungsgewicht und ein hohes Maß an Steifigkeit als Basis für die fahrdynamischen Qualitäten der Studie. Unter der haube steckt der bislang stärkste von Audi für ein Straßenfahrzeug entwickelte Motor: Der 5.0-Liter große V10 Biturbo mit FSI-Direkteinspritzung leistet 441 kW/600 PS und ein max. Drehmoment von 750 Newtonmetern. 0 auf 100 km/h meistert die Konzeptstudie in nur 4,1 Sekunden. Eine Rennbremsanlage hinter den riesigen 20,6 Zoll 9-Arm-Rädern sorgt dabei für die notwendige Verzögerung.

Innovative Technologie findet sich an vielen Stellen des Nuvolari quattros. So wurde beispielsweise die elektronische Parkbremse und der Schalthebel der 6stufigen tiptronic als "by wire" ausgelegt, also ohne jegliche mechanische Verbindung. Front- und Heckleuchten sind als LED-System ausgeführt, wobei die Rückleuchten über eine adaptive Regelung zur Anpassung der Helligkeit verfügen.
Audi Nuvolari quattroAudi Nuvolari quattroAudi Nuvolari quattroAudi Nuvolari quattro


Bertone Birusa
Wenn die italienische Designschmiede
Bertone einen BMW Z8 in die Hand nimmt und den eigenen genetischen Code einpflanzt, kommt ein aufregender Sportwagen mit Flügeltüren wie der Birusa heraus. In der Studie steckt dabei weit mehr Hightech als das Aluchassis und der 400 PS starke Achtzylinder des Z8. So lassen sich die Türen und das Dach per Sprachbefehl öffnen. Die Scheinwerfer können ihre Leuchtkraft nach Bedarf anpassen, außerdem verfügt die Studie über ein Infrarot-Nachtsichtsystem. Völlig Verrückt: Im Birusa steckt ein kleiner Elektroroller, der ein bequemes Weiterkommen zum Beispiel in Fußgängerzonen ermöglichen soll. Selbstverständlich sind hier auch Scheinwerfer, Navigation und Bose-Soundsystem mit an Bord.
Bertone BirusaBertone BirusaBertone BirusaBertone Birusa


BMW xActivity
BMW gab mit der Studie xActivity auf der
Detroit-Motor-Show einen Ausblick auf den zukünftigen X3. Während es sich beim Showcar um ein sogenanntes Rahmencabriolet handelt, das die Insassen bereits während der Fahrt mit Sonnenschein und Wind auf die Outdoor-Aktivitäten einstimmt, bekommt die Serienversion eine herkömmliche Dachkonstruktion. Besonders Auffällig an der Studie sind die durchgängigen Seitenscheiben, die weder durch A- noch B-Säule unterbrochen werden und durch dicke Aluminiumrahmen eingefaßt werden.

BMW bezeichnet den xActivity als Sports Activity Vehicle (SAV), das mit seinen sportlich-dynamischen Fahreigenschaften hohen Fahrspaß mit Geländegängigkeit und praktischen Detaillösungen vereint. Stilistisch orientiert sich der X3-Vorläufer am erfolgreichen X5, zeigt jedoch mit seiner charakteristischen Formensprache mit konkav-konvex wechselnden Flächen und einer eigenständigen Interpretation der Doppelniere, Doppelscheinwerfer und "Hofmeisterknick" einen selbständigen Charakter. Originelle Ideen wurden insbesondere bei der Gestaltung der Heckklappe angewendet. Öffnet man die nach unten klappende Ladebordwand, dann zieht ein ausgeklügeltes System das Ladegut automatisch ein Stück heraus.

Der helle Innenraum wirkt modern, cool und aufgeräumt. Ein-Knopf-Systeme halten auch hier Einzug, so beispielsweise bei der Bedienung der Klimaanlage und schaffen Ordnung und Übersichtlichkeit. Innovativ sind die sogenannten "smart materials", die mit ihren Oberflächen selbst zum Bedienelement für die Sitzverstellung werden. Durch diese neuartigen drucksensitiven Materialien werden Designerträume wahr, denn erst durch sie werden perfekte Verbindungen aus Form und Funktion ermöglicht. Unter der Haube der 4,55 Meter langen Studie steckt der bekannte 3.0-Liter Reihensechszylinder mit 170 kW/231 PS, der ein üppiges Drehmoment von 300 Nm an beide Achsen des Allradlers liefert
BMW xActivity  BMW xActivity  BMW xActivity  BMW xActivity


Cadillac Sixteen
Mit der
Cadillac 16-Zylinder-Studie Sixteen kündigen die Amerikaner ihren Anspruch an, zu den automobilen Supermarken zu gehören. Neben Bentley, Bugatti, Maybach und Rolls-Royce möchte Cadillac damit wieder an die Spitze des internationalen Automobilbaus. Schon die Dimensionen des Prototyps machen deutlich, das hier nicht gekleckert sondern geklotzt wurde: Mit einer Länge von 5,67 Meter und einem Radstand von 3,56 Meter besitzt der sixteen eine stattliche Größe. Die Karosserie, die ohne mittlere Dachsäule auskommt, besteht komplett aus Aluminium und rollt auf 24-Zoll großen Rädern. Eine Ausnahme bildet das Dach, das aus Glas gefertigt ist.

Unter der klassischen Flügel-Motorhaube steckt ein 16 Zylinder-Motor mit gewaltigen 13,6 Liter Hubraum. Daraus leistet es runde 1.000 PS/745 kW und stellt ein schier unglaubliches Drehmoment von 1.355 Newtonmetern zur Verfügung. Zu den wesentlichen Innovationen des Hubraumriesen zählt es, bei Bedarf eine Zylinderbank abzuschalten, die den 16-Zylinder bei geringer Leistungsanforderung in einen Acht- oder gar Vierzylinder verwandelt, was den Benzinverbrauch spürbar senken dürfte.

Im Innenraum herrscht die Atmosphäre eines Luxusautos der 30er-Jahre. Geschliffenes Kristallglas schützt die Instrumente, in der Mitte der Armaturentafel sitzt eine Bvlgari-Uhr. Abgestepptes, hellbraunes Leder, edles Walnuss-Holz, Handgewebte, cremefarbene Seidenteppiche sorgen dabei für Wohlfühl-Ambiente.
Cadillac SixteenCadillac SixteenCadillac SixteenCadillac Sixteen


Chrysler Airflite
Nach der Studie
Crossfire, dessen Serienversion seit Anfang Februar vom Band läuft, ist der Airflite das nächste Design-Statement von Chrysler, das die Zweckmäßigkeit und Funktionalität eines Schrägheck-Fünftürers mit dem Styling eines Coupés verbindet. Lange klare Linien sowie die durchgehenden Seitenscheiben dominieren das Äußere der Airflite-Karosserie. Das jugendliche Design-Team ließ sich bei der Gestaltung der Studie von modernem Möbeldesign, klassischer Schiffsarchitektur und dem Chrysler-Buildung, dem Art Déco-Markenzeichen der New York Skyline inspirieren. Herausgekommen ist ein schlichtes und skulturartiges Limousinen-Coupé.

Das Boat tail - das bootsähnliche Heck - des Airflite definiert sich mit breiten Kotflügeln und einer sich stark verjüngenden Dachlinie. Geradezu athletisch wirkt dagegen die Frontpartie mit der typischen Grillform und den eigenständigen Scheinwerfern. Auch das Interieur ist an Themen aus der Seefahrt angelehnt. So schaffen "schwimmende " Komponenten wie Sitze, Armlehnen und Armaturenbrett ein luftiges, elegantes und ergonomisches Umfeld für die Pasagiere. Besonders auffällig ist der dominierende Mitteltunnel aus gebürsteten Metall, der den Innenraum von vorne bis hinten teilt und im starken Kontrast zum Holzboden steht, der wiederum mit Streifen aus gebürsteten Aluminium akzentuiert ist. Die vier voneinander unabhängigen Einzelsitze sind an der Mittelkonsole befestigt und bieten mehr Freiraum unterhalb der Passagiere.
Chrysler AirfliteChrysler AirfliteChrysler AirfliteChrysler Airflite


Daewoo Scope
Daewoo zeigte in Genf das Crossover-Fahrzeug Scope. Die Studie verbindet Dynamik und Handlichkeit eines Sportwagens mit der Robustheit eines Geländewagens und passt sich nahtlos in die Palette der SUV-Studien ein. Die aerodynamische, keilförmige Karosserie mit einer Gesamtlänge von 4,47 Meter (Radstand: 2,65 Meter) deutet die sportlichen Eigenschaften der Studie an, während der senkrechte Kühlergrill ihre Off-Road-Tauglichkeit unterstreicht. Die Breite von knapp 1,90 Meter und die Höhe von 1,71 Meter charakterisieren das kompakte Format.

Im Innenraum zeichnet sich Daewoos Studie durch eine große Variabilität der vielfältig konfigurierbare Sitze und zahlreiche Ablagen aus. Außerdem hat der Scope eine multifunktionale Fernbedienung, mit der sich sowohl die Türen als auch die Audioanlage, was etwa bei einem Picknick praktisch sein kann, bedienen lässt. Auch der Motor lässt sich über die gleiche Kontrolleinheit per Funk starten. Als Antrieb dient ein von Daewoo neu entwickelter Reihensechszylinder aus Vollaluminium. Die 2,5-Liter Maschine leistet 115 kW/157 PS bei 5.800 min-1 und stellt ein maximales Drehmoment von 245 Nm bei 4.000 U/min zur Verfügung.
Daewoo ScopeDaewoo ScopeDaewoo ScopeDaewoo Scope


Daihatsu Copen
Einen Knaller hatte der japanische Kleinwagen-Spezialist
Daihatsu auf seinem Stand, den zweisitzigen Mini-Roadster Copen mit im Kofferraum versenkbaren Blechdach. Eigentlich ist der Copen keine Studie mehr, denn in Japan wird der 3,39 Meter kurze Winzling bereits mit Erfolg verkauft. Angetrieben wird er dort von einem 659 ccm-Vierzylinder-Turbo-Benziner mit 47 kW/64 PS. Ob er allerdings auch nach Europa exportiert wird, ist noch nicht entschieden. Konkurrenten hätte er hier genügend, wie zum Beispiel den im Frühjahr anlaufenden Smart Roadster oder den brandneuen Ford Streetka.

Mit einer aufregenden Optik bietet der Zweisitzer fast alles, was man von einem Fahrzeug der Kleinwagenklasse erwartet. Eine sportliche Figur macht der Copen als Coupé und als Cabriolet. Technisch kann er mit der europäischen Konkurrenz allemal mithalten. Sein Stahldach verschwindet auf Knopfdruck in 20 Sekunden im rundlich-kurzen Kofferraum, was einem Wert entspricht, den weder Mercedes- Benz im SLK noch Peugeot im 206 CC schafften. Verantwortlich für die Entwicklung zeichnet der deutsche Automobilzulieferer
Webasto, der auch schon die Dachkonstruktionen für das Smart City-Cabrio oder das Panoramadach des Maybach entwickelt hat.

Der kleine Japaner verspricht viel Agilität und Fahrspass. Für die lange Reise wird der Daihatsu Copen allerdings wegen des geringen Stauraumes nur bedingt taugen. Auch geht es im Innenraum doch recht beengt zu. Nicht zuletzt spricht der Preis für den Copen: 1,5 Millionen Yen müssen in Japan dafür ausgegeben werden. Das sind nicht einmal 12.000 Euro womit der Daihatsu konkurrenzlos wäre.
Daihatsu CopenDaihatsu CopenDaihatsu CopenDaihatsu CopenDaihatsu Copen


DC Gaia
Nach der im vergangenen Jahr in Genf gezeigten Studie
Infidel überrascht die indische Design- und Konstruktionsfirma DC Design mit der aufregenden Studie Gaia. Das Showcar erinnert mit seiner aggressiv gestylten Frontansicht an amerikanische musclecars der 70er und bietet Überholprestige pur! Wehe dem der ewigen Linksfahrer, der bei einem solchen Anblick im Rückspiegel nicht ohne zu zögern Platz macht. Die tief heruntergezogene Front wird von einem Lamellen-Grill dominiert, während die unteren Lufteinlässe Kraft im Überfluß suggerieren und riesige 22-Zoll Räder mit 305/30er Bereifung ihresgleichen suchen. Bemerkenswert an der Studie ist die extreme Breite von 2.032 mm - ein Spaß in jeder Baustelle - sowie extrem kurze Überhänge vorn und hinten. In der Seitenansicht fällt die dicke Dachsäule auf, die - ähnlich wie bei der Studie Chrysler Airflite - in ein Boat tail mündet.
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