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Ruf der Wildnis

Jeep Grand Cherokee 3.0 CRD Limited

Jeep – für viele Autofahrer weltweit Synonym für grenzenlose Freiheit und Abenteuer. Dabei ist es kein Geheimnis, daß die meisten Geländewagen sich nur auf befestigtem Terrain bewegen. Gelingt es den Amerikanern mit dem neuen Grand Cherokee CRD den Spagat vom entspannten Cruisen zum echten Off Road-Abenteuer zu schlagen? www.automobilrevue.de auf Spurensuche mit dem großen Indianer.

Der Ursprung des Wortes Jeep ist nicht eindeutig geklärt. Die wohl bekannteste Theorie ist die Herleitung aus der Abkürzung GP für General Purpose (Allzweck). Davon abweichend vertreten viele die Theorie, daß der Name auf eine Comicfigur namens „Eugene the Jeep“ zurückgeht. Dieser war ein hundeähnliches Wesen, das durch Wände und Decken gehen, Bäume besteigen und fliegen konnte – also in der Lage war, überall aufzutauchen, wo es wollte. So wird vermutet, daß amerikanischen Soldaten von den Fähigkeiten des neuen Fahrzeugs so begeistert waren, daß sie ihm in Anlehnung an diese Comicfigur Jeep nannten (Quelle: Wikipedia.de). Doch mit dem spartanischen Urtyp Jeep Willys aus den 40er Jahren hat der aktuelle Grand Cherokee bis auf den Markennamen und den charakteristischen sieben Lüftungsschlitzen im chromglänzenden Kühlergrill rein gar nichts mehr gemein. Der große Amerikaner, der wie schon sein Vorgänger eigentlich ein waschechter Europäer ist und im Magna-Steyr-Werk im österreichischen Graz produziert wird, demonstriert auf eindrucksvolle Art und Weise den Aufstieg vom rauhen Militärgefreiten zum angesehenen Kompaniechef.

Insbesondere der neue Dreiliter V6 Common-Rail-Turbodiesel sorgt für hohe Fahrfreude bei niedrigem Verbrauch und dürfte sich in kürzester Zeit zur favorisierten Motorisierung auf dem alten Kontinent entwickeln. Während sich die weiterhin lieferbaren Bigblock- Benzinmotoren mit 4.7 Liter (231 PS) und 5.7 Liter HEMI (326 PS) in erster Linie durch herausragende Laufruhe und immense Kraftstoffverbräuche auszeichnen, glänzt der von Mercedes entwickelte Diesel durch ein gewaltiges Drehmoment von 510 Nm, daß bereits bei 1.600 U/min anliegt und sogar noch 10 Nm über dem HEMI liegt.

Automatic serienmäßig

Keine Wahl hat man hingegen beim Getriebe. Die ebenfalls von Mercedes stammende 5-Stufen-Automatik ist bei allen Versionen bereits serienmäßig mit an Bord und stellt eine harmonische Kombination dar. Die Schaltvorgänge sind fast unmerklich und butterweich, das hohe Drehmoment trägt einen nicht unerheblichen Teil dazu bei. Wer trotzdem lieber selbst schaltet kann in den manuellen sequentiellen Schaltmodus wechseln, indem man per Schalthebeldruck nach links oder rechts die Gänge per Hand wechselt.

Mit dem neuen Selbstzünder erreicht der Grand Cherokee souveräne Fahrleistungen. Den Spurt auf Tempo 100 bewältigt er in nur 9 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit wird erst bei 200 km/h elektronisch abgeregelt. Sein eigentlicher Reiz liegt jedoch nicht in Vollgas-Arien als vielmehr im entspannten Cruisen, was letztendlich auch zu akzeptablen Verbräuchen führt. Als Durchschnittsverbrauch im kombinierten Drittelmix nennen die Werksangaben 10,2 Liter/100 km.

Agiles Handling

Richtig wohl fühlt sich der Grand Cherokee aber auch auf kurvenreichen Landstraßen, wo er trotz seiner 2,2 Tonnen Leergewicht mit überraschender Agilität auftrumpft. Sein Fahrwerk ist angenehm straff ausgelegt ohne dabei jedoch an Komfort einzubüßen, die Lenkung präzise und vorbei die Zeiten als amerikanische Wagen durch weiche Schwammigkeit bei europäischen Autofahrern in Ungnade fielen.

Doch nicht nur auf Asphalt spielt der Jeep seine Stärken aus, ebenso auf Schnee und Eis sowie im Gelände. Anfahren auf schneeglatter Straße bei Zehn Prozent Steigung? Kein Problem dank permanenten Allradantrieb und Quadra-Drive II Technologie. Das mechanisch-hydraulisch arbeitende System wurde jetzt mit elektronischen Sensoren ausgestattet, die nun noch schneller die drei Differentialsperren (Vorderachse, Mitte, Hinterachse) ansteuern. Damit ist der Grand Cherokee das einzige Fahrzeug am Markt, das über eine elektronisch gesteuert eingreifende Drehmoment-Querverteilung für die Vorder- und Hinterachse verfügt. Nahezu hundert Prozent des Drehmoments kann an jedes beliebige der vier Räder geleitet werden. Solange auch nur ein einziges Rad Grip hat, kommt der Jeep weiter.

Top Ausstattung im Limited

Serienmäßiges ESP und ein Anti-Wank-System, das kritische Fahrsituationen vorhersieht, die einen Überschlag zur Folge haben könnten, sorgen für ein hohes Sicherheitsniveau. Im Innenraum schützen Front- und Seitenairbags die Passagiere. Wer einsteigt, erkennt den Jeep Grand Cherokee auf den ersten Blick wieder. Weiche Ledersitze in typisch amerikanischen Grau, ein mächtiges Armaturenbrett mit gut ablesbaren Instrumenten und eine aufgeräumte Mittelkonsole mit 2-Zonen-Klimaautomatik sowie reichlich billig wirkenden Kunststoffoberflächen lassen keinen Zweifel an seiner amerikanischen Herkunft. Schöner wird’s durch das aufpreispflichtige Exclusive-Paket (1.650 EUR), dann gibt’s Leder rundherum sowie Lautsprechereinfassungen und Türstifte in Chrom.

Ansonsten ist die 47.100 EUR Limited-Version umfangreich ausgestattet. Nebelscheinwerfer, Einparkhilfe hinten, Regensensor, 276 Watt CD-Audio-Anlage, elektrisch verstellbare Sitze und Pedale, Sitzheizung, 17-Zoll-Leichtmetallräder – alles serienmäßig mit an Bord. Selbst robuste Gummimatten gehören in allen Varianten zur Grundausstattung – ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl darauf, daß der Grand Cherokee so manchen Lehmbrocken an den grobstolligen Schuhen seiner Mitfahrer gerne verzeiht. Empfehlenswert sind darüber hinaus noch DVD-Navi mit 6-fach CD-Wechsler (2.550 EUR), Metallic (580 EUR) oder ein elektrisches Glas-Schiebedach (1.150 EUR). Wer mit weniger auskommt, der sollte zur 42.900 EUR teuren Basisversion Laredo greifen.

Überzeugend ist das hohe Raumangebot. Vorne wie hinten läßt es sich selbst bei voller Besatzung entspannt auf Langstrecken reisen. Auch der Kofferraum faßt reichlich Urlaubsgepäck. 987 Liter die durch Umklappen der Rücksitzbank auf bis zu 1.909 Liter erweiterbar sind. Wem das nicht reicht, darf einen bis zu 3.500 Kilogramm schweren Anhänger mit dem Grand Cherokee CRD ziehen – Bestwert seiner Klasse. Damit bietet er seinem Fahrer größtmögliche Flexibilität bei Beruf und Freizeit. „Eugene the Jeep“ wäre begeistert. (dio)

Technische Daten
(Werksangaben)

Motorbauart/Zylinderanzahl

Sechszylinder-V-Motor

Hubraum [cm3]

2.987

Leistung [kw/PS] bei U/min

160/218 bei 4.000

Max. Drehmoment [Nm] bei U/min

510 bei 1.600

Antrieb

Allrad permanent

Länge x Breite x Höhe [mm]

4.750 x 1.870 x 1.740

Radstand [mm]

2.780

Leergewicht / Zuladung [kg]

2.210 - 2.310

Kofferraum [L]

987 - 1.909

Tankinhalt [L]

77

Höchstgeschwindigkeit [km/h]

200

Beschleunigung 0 - 100 km/h [s]

9,02

Durchschnittsverbrauch [L/100 km]

10,2 Diesel

Grundpreis [Euro]

42.900 Laredo / 47.100 Limited


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Weitere Informationen zu Jeep finden Sie unter
www.jeep.de

Fotos: Chrysler

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