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Goldener Oktober

Lexus Modellpalette auf hohem Niveau / Produktoffensive ab Frühjahr 2005

Obwohl Lexus-Automobile von der internationalen Fachpresse durchweg gelobt werden und bei Vergleichstests so manchen etablierten Konkurrenten alt aussehen lassen, tun sich die Japaner auf dem hart umkämpften deutschen Markt sehr schwer. Mit der ab Frühjahr 2005 beginnenden Produktoffensive will man sukzessive sämtliche Baureihen erneuern bzw. durch weitere Modelle ergänzen. Den Anfang wird der kürzlich in Paris vorgestellte neue GS machen, gefolgt von der Markteinführung des RX400h mit Hybridantrieb. www.automobilrevue.de wagt einen Blick in die Zukunft der Nobelmarke.

14 Jahre ist es her, seit die feine Toyota-Schwester
Lexus den deutschen Markt 1990 eroberte und sich vom Status des einzelnen Modells („der Lexus“) zu einer erfolgreichen Premium-Marke wandelte. Mitte der Achtziger beschloss der damalige Toyota-Boss Eiji Toyoda, den Luxuslimousinen aus Deutschland Paroli zu bieten und lies mit immensen Aufwand über 4.000 Ingenieure und Techniker nicht nur ein neues Luxusauto entwickeln, sondern hob auch gleich eine neue Marke aus der Taufe. Lexus war geboren. Während in USA die noch junge Marke zum Verkaufshit wurde, tat man sich in Deutschland und übrigen Europa deutlich schwerer. Leise und still gemäß der fernöstlichen Lebensart eroberte das erste Modell, der LS400, seinen eigenen kleinen Fankreis und bekam 1993 mit dem GS300 den ersten Bruder zur Seite gestellt. Nach und nach kamen weitere Geschwister wie die 1999 eingeführte IS-Baureihe und ein Jahr später der Geländewagen RX300 hinzu. 2001 überraschte Lexus mit dem bildschönen Luxus-Cabrio-Coupé SC430 und wilderte erneut im Revier des Stuttgarter Platzhirsches.

Das die Deutschen langsam auftauen und vertrauen in die japanische Exotenmarke gewinnen, davon zeugen nicht zuletzt die jüngsten Zuwachsraten von mehr als dreißig Prozent, die vor allem auf das Konto der zweiten RX-Generation gehen, der als erster Lexus überhaupt auch außerhalb Japans im kanadischen Cambridge/Ontario gefertigt wird. Mit seinem Drei-Liter V6 mit 150 kW/204 PS bietet er souveräne Fahrleistungen und erstklassigen Komfort. Obwohl mit Allradantrieb und hoher Bodenfreiheit ausgestattet ist der RX300 fast zu schade fürs Gelände. Lexus sieht ihn dann auch eher als Alternative zu herkömmlichen Luxuslimousinen. Ein Dieselmotor ist bis dato allerdings nicht vorhanden und wird auch in näherer Zukunft nicht angeboten werden. Spätestens hier zeigt sich, das Lexus sein Kerngeschäft in Nordamerika hat und deshalb verstärkt auf den dort immer populärer werdenden Hybridantrieb setzt.

Immerhin konnten die Ingenieure mit dem auch bei uns angebotenen
Toyota Prius weitreichende Erfahrungen sammeln und werden ab Mai 2005 mit dem RX400h die zweite Generation des Hybrid Synergie Drive (HSD) zum Einsatz bringen. Ein 3,3 Liter V6-Aggregat und zwei kraftvolle Elektromotoren produzieren zusammen eine Spitzenleistung von 200 kW/272 PS. Ein Elektromotor treibt nur die Hinterachse an. So gerüstet erreicht der RX400h die Höchstgeschwindigkeit des aktuellen RX300 und erledigt den Spurt von Null auf 100 km/h in nur 7,6 Sekunden. Gleichwohl verbraucht der Lexus SUV nicht mehr Kraftstoff als eine Familienlimousine mit Vierzylindermotor und erfüllt die strenge Abgasnorm EURO 4.

Einen Monat vorher präsentieren die Japaner bei uns den neuen GS, der bereits auf dem Pariser Salon gezeigt wurde und als GS300 sowie als GS430 angeboten werden wird. Damit läutet das Unternehmen nicht nur eine neue Design-Philosophie ein sondern wird die Marke Lexus zum echten Globalplayer weiter ausbauen. Während man in USA und Kanada äußerst erfolgreich und in Europa zumindest präsent ist, kennt in Japan Lexus fast kein Mensch. Doch das soll sich im August 2005 ändern, wenn die Luxus-Marke aus dem Hause Toyota 15 Jahre nach Ihrer Geburt in ihrem Heimatland an den Start geht. Demnach werden in den ersten zwölf Monaten nach Verkaufsstart vier Modellreihen auf den Markt kommen – die LS-, GS-, IS- und SC-Linie. Da die Lexus-Modelle bislang in Japan mit dem Toyota-Logo vermarktet wurden, wird es sich bei den angekündigten Fahrzeugen jeweils um neue Modellreihen handeln. Die Toyota Motor Corporation geht für das erste Jahr von einem Absatzvolumen zwischen 50.000 und 60.000 Lexus-Fahrzeugen in Japan aus. Weltweit konnten 2003 rund 324.000 Fahrzeuge mit dem Lexus-Logo verkauft werden, davon allein 269.000 auf dem nordamerikanischen Markt. Gute Aussichten also für die hierzulande fast noch exotisch anmutende Premium-Marke, auf dem hart umkämpften deutschen Markt weiter Fuß zu fassen und die Gunst deutscher Käufer für sich zu gewinnen.
(dio)



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