Automobilrevue.de

Fünf ist Trumpf
Zum 50jährigen Geländewagenjubiläum von
Nissan bringt das Unternehmen den X-Trail auf den europäischen Markt. www.automobilrevue.de testete die fünfte Geländewagenbaureihe von Nissan bei einem Trip durch die Fränkische Schweiz. Hier mußte der Nissan X-Trail 2,2Di in der Sportausstattung zeigen, was in ihm steckt.

Ausgestattet mit dem 2,2 Liter-Diesel-Direkteinspritzer, den Nissan erstmalig in eines seiner Modelle einbaut, und der 84 kw (114 PS) auf die Straße bringt ist der X-Trail bestens ausgerüstet um uns durch die schöne Landschaft der Fränkischen Schweiz zu transportieren.
Obwohl, lediglich zum Transport von Personen und Gepäck ist der Wagen viel zu schade. Der Begriff Cruisen trifft es da schon besser. Die erhöhte Sitzposition sorgt für eine vorausschauende Übersicht auf das Verkehrsgeschehen und natürlich die Landschaft, die an den Passagieren vorüberzieht. Bis zu 5 Personen haben ausreichend und bequem Platz und dank großem Kofferraum, der fast einen Meter Stauraum bietet, muß auch kein Koffer zu Hause bleiben. Der Gepäckraum erweist sich generell als praktisch und gut durchdacht. Der herausnehmbare Doppelboden, unter dem sich Werkzeug und Reserverad befinden, besteht ebenso wie die Rückseiten der im Verhältnis 1/3 zu 2/3 umklappbaren Rückbänke komplett aus Kunststoff und ist somit extrem leicht sauber zu halten. Gerade Hundebesitzer dürfte das freuen, da normalerweise der Teppichboden im Kofferraum stark von Tierhaaren beeinträchtigt wird. Zum Verzurren von Gepäckstücken wie z.B. Getränkekisten stehen zahlreiche Ösen zur Verfügung, welche man oftmals noch nicht einmal auf den großen Ladeflächen gängiger Pickups findet.

Die Anreise über die Autobahn Richtung Würzburg gestaltet sich entspannt. Der Common-Rail Diesel verrichtet leise und unaufdringlich seine Arbeit. In Kombination mit dem serienmäßigen Sechsganggetriebe steht jederzeit ausreichend Leistung bereit ohne das übermäßige Schaltarbeit notwendig wäre, was sich bei 6 Gängen durchaus vermuten läßt. Aber das Getriebe läßt sich exakt schalten und die kurzen Schaltwege tragen ihr übriges dazu bei. Auf der Landstraße zeigt sich dann aber doch, das der Motor erst bei Drehzahlen um die 2000 Umdrehungen seine volle Leistung ausspielt. Hier passen die 6 Gänge zum Motor wie die Faust aufs Auge.

Im kleinen Ort Streitberg, der dominiert wird von der weithin sichtbaren
Burgruine Neideck machen wir Rast. In einem schönen Biergarten genießen wir die fränkischen Spezialitäten. Der Nissan steht dabei in Sichtweite und glänzt durch seine PKW-überragende Karosserie. Der Nissan-typische Kühlergrill und die Scheinwerfer hinter modernem Klarglas geben ihm im Zusammenhang mit den deutlich ausgestellten Kotflügeln ein kraftvolles modernes Aussehen. Das Heck glänzt durch eine große, nach oben öffnende Heckklappe und zwei bis zum Dach hochgezogene Streifen für die Heckleuchten. Dort trohnt auch ein dezenter Dachspoiler.
Durch die großen und weit öffnenden Türen erklimmt man den Innenraum mühelos. Auffällig ist sofort das Amaturenbrett. Die gesamten Instrumente befinden sich zentral in der Mitte. Das ist Ungewöhnlich und am Anfang auch leicht irritierend. Hat aber den Vorteil, das alle Anzeigen gut sichtbar sind und nicht vom Lenkrad verdeckt werden können - egal in welcher Sitzposition sich der Fahrer befindet. Leider haben die Nissan-Konstrukteure an einer echten Uhr gespart. Die kleine digitale Zeitanzeige unterhalb des Kilometerzählers verschwindet, sobald man den Tageskilometerzähler aktiviert hat.
Hinter dem Lenkrad steht nun Platz für ein großes Staufach zur Verfügung, das sogar über einen 12V Stromanschluß verfügt. Überhaupt glänzt der X-Trail mit zahlreichen praktischen Fächern und Ablagen. Der Clou aber sind zwei Fächer in der Mittelkonsole, in die jeweils genau eine 0,33 Liter Getränkedose hineinpaßt und die durch die Klimaanlage gekühlt oder auf Normaltemperatur gehalten werden können.
Ebenfalls komplett in die Mittelkonsole integriert ist das Audio-System mit serienmäßigem 6fach-CD-Wechsler. Immer weniger besteht bei neuen Fahrzeugen die Möglichkeit, sich sein Autoradio selbst auszusuchen und einzubauen. Der Normschacht wird kurzerhand zu gunsten fertig eingebauter Radios mit entsprechend designten Bedienelementen weggelassen.

Nach der ausgiebigen Mahlzeit geht es über kurvenreiche Landstraßen tiefer in die
Fränkische Schweiz hinein. Entlang an kleinen Flüßen, durch romantische Täler und vorbei an steil aufragenden Felshängen. Oft kommt man durch kleine Dörfer mit engen Straßen. Hier macht die Wendigkeit des 4,51m langen Nissan einfach Spaß. Die nur leicht nach vorne abfallende Motorhaube läßt einen guten Blick über die Abmessungen des Wagens zu. Dazu kommen die besonders großen Außenspiegel, die für einen exzellenten Rückblick sorgen.
Wenn es dann mal runter von der Straße auf Feld- oder Waldwege geht, die man hier in Franken immer wieder ohne das sonst übliche Verbotsschild findet, kommt auch die Allradtechnik des Nissans zum Zuge. Diese stammt aus dem größeren Nissan Pathfinder und nennt sich ALL MODE 4x4. Hinter diesem Begriff versteckt sich ein System, das die Motorkraft variabel und bedarfsgerecht zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Dazu stehen in der Mittelkonsole drei Wahlschalter zur Verfügung. Der Modus "2WD" leitet die Kraft nur an die Vorderachse weiter. Das minimiert Reibungsverluste, spart Kraftstoff und empfiehlt sich zum Beispiel für Autobahnfahrten. In der "AUTO"-Funktion wird die Antriebskraft flexibel auf beide Achsen geleitet, je nach Fahrsituation und Straßenuntergrund. Schlußendlich steht noch der "LOCK"-Schalter zur Verfügung. In diesem Modus werden permanent beide Achsen im Verhältnis 57:43 Prozent angetrieben und sichert das Vorankommen im Gelände oder sehr glattem Untergrund. Vorteilhaft ist, das die einzelnen Wählstufen auch während der Fahrt gewechselt werden können.

Bei strahlendem Sonnenschein kommen wir entspannt in unserer gewählten Unterkunft, dem traditionsreichen
Hotel Goldener Stern in Muggendorf, an. Der Fahrzeuginnenraum ist lichtdurchflutet, dank dem riesigen Sonnendach, das eine Öffnungsfläche von ca. 70x80 cm bietet. Es ist ab der Ausstattungsversion "Elegance" serienmäßig, ansonsten ruft Nissan dafür € 900,- auf, die aber auf jeden Fall gut angelegt sind, weil das große Glas-Schiebedach wirklich Spaß macht. Überhaupt bietet der X-Trail ein helles und freundliches Ambiente im Innern. Ein angenehmes Reisen, auch auf längeren Strecken, ist somit gewährleistet. Der Nissan fährt sich wie ein PKW mit den Vorteilen eines kleinen Geländewagens. Dazu kommt ein akzeptabler Verbrauch von durchschnittlich 7,8 l Diesel/100 km. Nissan verlangt für die von uns getestete Sport-Version € 27.990,-, in der kleinsten Ausstattungsversion fallen für den Diesel-X-Trail € 24.590,- an. Und dafür glänzt der Nissan X-Trail 2,2Di mit niedrigen Unterhaltskosten und hohem Fahrspaß. Was will man eigentlich noch mehr... (tho)

Nissan bei www.automobilrevue.de:

Nissan Crossbow
Nissan Fusion
Nissan Maxima
Nissan mm.e
Nissan Primera
Nissan Terrano 2
Nissan Z


Weitere Informationen bei

www.nissan.de

Fotos: T.Oelschläger

Nissan X-Trail

Nissan X-Trail

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