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Panoramafahrt

Škoda Roomster

„Gewöhnungsbedürftig“ ist der erste Eindruck, den man vom Škoda Roomster bekommt. Beim näheren hinsehen stellt man dann fest, dass der Tscheche mit viel Glas seinen Nutzwert und seinen Anspruch als Vielzweckauto hervorhebt. Um gegen seine Konkurrenten Modus, C-Max oder Kangoo aufzufallen ist Andersartigkeit ein Ansatz.

Beim Test des 80 PS starken 1,4 L TDI-DPF Roomsters zeigte sich, der Škoda braucht sich nicht zu verstecken.
Vorne ein bulliges Gesicht und die bereits angesprochene Seitenansicht des Hochdachkombis mit über 4,20 Meter bietet viel Glas, was der Grund für die spätere gute Rundumsicht ist. Optisches Akzent ist unter anderem die schwarz lackierte B-Säule, die so etwas wie eine Trennlinie darstellt in der Schulterlinie. Man sucht auf Grund des Designs und der versteckten Türgriffe die in diesem Segment was schon obligatorischen Schiebetüren – nein, der Schein trügt - es sind doch ausschließlich Klapptüren. Kommt man ans Heck des Roomsters gelangt man zum 450 L fassenden Kofferraum. Eine niedrige Ladekante lädt zum stauen ein, nur beim schließen muss man rechtzeitig den Gummizug loslassen.
Sitzt man dann hinterm Steuer so stellt man fest, dass neben einem großzügigem Platzangebot auch ein reichhaltiges Maß an Behaglichkeit vorhanden ist. Etliche Ablagen, schicke Armaturen und ein übersichtliches Cockpit. Schaut man nun nach oben, so richtet man den Blick zum Himmel. Tatsächlich kann man durch das fast vollständig verglaste Panoramadach den Blick bei schönem Wetter gen Himmel schweifen lassen, zumindest die Beifahrer. Die dadurch gewonnen Helligkeit lässt den Innenraum noch behaglicher erscheinen. Für die Fondpassagiere ist nicht nur die Aussicht schön, auch die über 20 verschiedenen Variationsmöglichkeiten der Sitzeinstellungen bieten Spaß. Vollwertig, bequem und leicht erhöht sind sie in jedem Fall. Baut man den Fond Mittelsitz aus, so kommt zu der üppigen Beinfreiheit noch mehr Platz hinzu, bleibt der Sitz, so ist der fünfte Passagier etwas eingeengt.

Skoda RoomsterSkoda RoomsterSkoda RoomsterSkoda Roomster

Startet man den Motor so bekommt man ein dunkles Brummen aus dem Motorraum zu Gehör. Der Diesel macht keinen Hehl aus seinen Dreizylindermotor. In 14,7 Sekunden auf 100 und 165 km/h Maximal sind im Gegensatz zu dem von Škoda angegeben Verbrauch von 5,1 L nicht eben Spitzenwerte. 195 NM bewegen dann den knapp 1.300 Kilo Roomster dann ab 2.000 Umdrehungen doch recht ordentlich, darunter sieht es nicht ganz so gut aus. Hier würden sich das ca 1100 Euro Upgrade auf den 1,9 Liter Diesel (77 KW/105 PS) sicherlich lohnen. Schade, dass es den Partikel Filter nur gegen 565 Euro Aufpreis gibt, dafür ist der Škoda aber Euro 4 eingestuft.
Bedingt durch den hohen Aufbau neigt sich der Tscheche etwas in den schnellen Kurven, liegt aber sonst dank der vom Octavia kopierten, breiten Hinterachse sehr souverän auf der Straße. Eine direkte Lenkung, das auch sonst komfortable Fahrwerk und die ordentlichen ABS Bremsen unterstützen den positiven Eindruck.

Skoda RoomsterSkoda RoomsterSkoda RoomsterSkoda Roomster

Hat man sich nun für den Roomster entschieden stellt sich die Frage nach dem Motor und der Ausstattung. Hier hat der Kunde eine riesige Auswahl, was aber unter anderen daran liegt, dass etliche Features nicht in der Basisvariante enthalten sind. Somit kann man sich „seinen“ Škoda zusammenstellen. Interessant sind etwa die Comfort, Style oder die Sport Variante. Addiert man seine Wünsche zusammen, kommt man zu dem Schluss, dass sich doch einige Euros angesammelt haben. Im Vergleicht mit dem kleineren Kangoo oder dem Meriva ist der Tscheche aber gut aufgestellt.

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Sucht man einen guten Mix aus geräumigem Hochdachkombi und PKW-haftigen Fahrverhalten kommt man am Škoda Roomster nicht vorbei. Platzangebot, Fahrwerk, Endpreis und nicht zuletzt das optionale Panoramadach könnten hier den Ausschlag für den Roomster geben. Hat man sich nun noch die Motorisierung überlegt steht einer Panoramafahrt mit Familie und Gepäck nichts mehr im Weg. (tor)

Fotos: Tobias Reinhard & Skoda


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