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Er läuft und läuft und läuft

Volkswagen startet neue Generation des Beetle

Rückblick: Da baute Volkswagen eines der erfolgreichsten Autos aller Zeiten und gab ihm keinen Namen. Weshalb auch? Es war schließlich der Volkswagen! Die Menschen liebten ihn und nannten den kleinen Wagen auf allen Kontinenten so, wie er aussah: Käfer, Beetle, Vocho, Coccinelle, Fusca, Maggiolino oder etwa ???! Es wurde das Auto schlechthin, das Symbol für die Demokratisierung der Mobilität. 21,5 Millionen Mal verkauft. Dann kam der New Beetle. Das war 1998; er brachte der Welt ein neues automobiles Lebensgefühl und die Beetle-Mania. 2010 setzte in Amerika die Final Edition den Schlusspunkt hinter mehr als eine Million verkaufter New Beetle. Und jetzt? Ausblick! Ab sofort beginnt die Zukunft des berühmtesten Autos der Welt. Mit einer komplett neuen Generation. The Beetle! Und weil Volkswagen und der Beetle rund um den Globus zuhause sind, feiert der Neue eine transkontinentale Weltpremiere – parallel in Shanghai, Berlin und New York.

Design-Vorgabe: „Entwerft ein neues Original!"

VW New BeetleVW New BeetleVW New Beetle

Bekanntestes Automobil-Design der Welt. Coke-Flasche, iPhone, Ray-Ban Aviator, Beetle – wie kann man ein Design neu erfinden, das derart bekannt und eigenständig ist? Klare Antwort: Man muss das Produkt und die Marke verstehen; dann funktioniert es! Die Volkswagen Chefdesigner Walter de Silva (Konzern) und Klaus Bischoff (Marke Volkswagen) „verstehen" beides und gaben deshalb in Sachen Beetle das Ziel vor: „Entwerft ein neues Original!"

Herausforderung als Kick. Das Team unter Regie von Bischoff legte los. Die Herausforderung, einen neuen Beetle zu entwerfen, beflügelte: Den Designern war klar, dass sie die Ur-Silhouette des Käfers stärker als beim 98er New Beetle herausarbeiten wollten. Zudem legten sie großen Wert auf sehr dynamische Proportionen. Interessant dabei: Nicht wenige aus dem Team besitzen den einen oder anderen luftgekühlten Käfer. Der ist auch unter den jüngeren Designern bei Volkswagen mehr denn je Kult. Und so entstand in Wolfsburg der finale Entwurf des 2011er Beetle – ein Auto der Gegenwart und gleichzeitig eine Hommage an das Design der automobilen Keimzelle eines ganzen Konzerns. Und zwar unverkennbar: Wenn man den ersten und den neuen Beetle in einen Raum stellt, nur Licht auf das Dach gibt und die Silhouetten betrachtet, sieht man im hinteren Bereich die nahezu identische Linie.

Nicht stehen bleiben: „Wir haben jedes Teil neu gemacht."

Frecher, dynamischer, maskuliner. Ein Vergleich mit dem 98er New Beetle zeigt: Nichts blieb beim Alten: „Den Beetle kennzeichnet jetzt eine klare, selbstbewusste und souveräne Sportlichkeit. Der Wagen ist nicht nur flacher, sondern auch erheblich breiter, die Motorhaube ist länger, die zurückgesetzte Frontscheibe wesentlich steiler. Das alles führt zu einer neuen Dynamik", erläutert Klaus Bischoff. Während der New Beetle mit drei Halbkreisen – Kotflügel vorn, Kotflügel hinten, Kuppeldach drüber – skizziert werden konnte, löst sich das neue Modell von dieser Geometrie. Die Dachsilhouette verläuft in der Tat deutlich flacher und führt fort, was die 2005 in Detroit vorgestellte Studie Ragster – eine Art Hot Rod auf New Beetle-Basis – erahnen ließ. Der neue Beetle ist frecher, dynamischer, maskuliner.

Die Fakten bestätigen das: Der Neue ist 1.808 mm breit (plus 84 mm), 1.486 mm hoch (minus 12 mm) und 4.278 mm lang (plus 152 mm). Folge: völlig neue Proportionen. Durch das Plus an Länge konnte sich das Dach weiter spannen, die Windschutzscheibe nach hinten wandern und das Heck der Kontur des Ur-Käfers folgen. Der neue Schwerpunkt liegt auf der C-Säule. Parallel vergrößerte das Entwicklungsteam auch die Spurweiten und den Radstand. All das verleiht dem Beetle Kraft und eine muskulöse Spannung.


Typisch Volkswagen, typisch Beetle: Eine DNA

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Design des Jahres 2011. Trotz aller Individualität folgt die Stilistik der von Walter de Silva und Klaus Bischoff kreierten Volkswagen Design-DNA. Deutlich wird dies an der horizontalen Grafik der Stoßfänger, am vorderen Lufteinlass, am geraden Verlauf der Haubenkanten, an der präzise geführten Linie zwischen A- und C-Säule oder am Design der Rückleuchten.

Beetle, Microbus, Ur-Golf. Dennoch blieben alle für den Beetle typischen Stilmerkmale erhalten – kein Wunder, schließlich prägten Fahrzeuge wie der Beetle, der Microbus und der Ur-Golf maßgeblich die Volkswagen Design-DNA. Zu den Merkmalen des Beetle zählen seit jeher natürlich die runden Scheinwerfer (erstmals für diese Baureihe optional als Bi-Xenon mit LED-Tagfahrlicht), die ausgestellten Kotflügel, die Form der Hauben, die Seiten- respektive Türschweller und – mehr denn je – die Integrierbarkeit großer Räder (bis 19 Zoll). Neu indes ist der homogen in das Design integrierte Heckspoiler (Serie für TSI mit 118 kW / 160 PS und 147 kW / 200 PS), der den je nach Motorisierung bis zu 225* km/h schnellen und in den drei Ausstattungslinien „Beetle", „Design" und „Sport" lieferbaren Volkswagen vehement auf die Straße drückt. Die obere Fläche des Heckspoilers ist übrigens stets schwarz ausgeführt, die untere indes wird in Wagenfarbe lackiert.


Original auch innen: Ein Interieur, wie es kein Zweites gibt

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Das Cockpit merkt man sich. Kann man sich ein Cockpit merken? Blöde Frage? Von wegen! Autofahrer sitzen vor dem Cockpit. Mitunter stundenlang. Und doch gibt es Autos, deren Cockpit keinen Eindruck hinterlässt. Es ist „me too", wie die Marketingleute sagen – leicht zu verwechseln, ohne Charisma. Das Cockpit des Beetle ist dagegen eindeutig, unverwechselbar, cool, klassisch und mit Liebe zum Detail gestaltet. Dieses Cockpit merkt man sich.

Alles im Griff und Blick. Es ist die Form und Farbigkeit der lackierten oder in Karbon-Optik gehaltenen Frontblende der Instrumententafel, die visuell eine Brücke in die Zeit des ersten Käfers schlägt, und doch nicht retro ist. In Europa etwa, ist diese Blende beim Grundmodell („Beetle") in „Schwarz uni" gehalten; die der Ausstattungslinie „Design" ist stets im Farbton der jeweiligen Außenfarbe lackiert. Wer sich für „Sport" entscheidet, erhält die Karbon-Optik („Carbon Fiber").

Und doch ist alles neu konzipiert. Vor dem Fahrer liefern drei Rundinstrumente (Drehzahlmesser, Tacho, Tankanzeige) alle wesentlichen Infos; im zentralen Tacho (mittig) gibt es ein Multifunktionsdisplay. Ab der Ausstattung „Design" sind die verstellbaren Lüftungsöffnungen und die Instrumente in Chrom eingefasst. Das gilt auch für die in der Armaturenmitte optimal im Blickfeld des Fahrers angeordneten und durch zwei Lüftungsöffnungen eingerahmten Audio-/Navigationssysteme. Darunter: die Klimasteuerung. Alles im Griff und Blick.

Comeback des Handschuhfaches. Ähnlich wie im Ur-Beetle, hat der Neue ausstattungsabhängig auf der Beifahrerseite ein zusätzliches, in die Frontblende integriertes Handschuhfach, dessen Deckel nach oben aufklappt (das ebenfalls integrierte Standardhandschuhfach klappt nach unten auf). Ein weiteres Feature klassischer Natur sind die optionalen Zusatzinstrumente oberhalb des jeweiligen Audio-/Navigationssystems: Öltemperatur, Stoppuhr und Ladedruck.

Luftgekühlter Käfer. New Beetle. The Beetle. Kennzeichnend für den Beetle der – wenn man so will dritten Generation – sind die komplett veränderten Parameter der Innenraum-Ergonomie und des Innenraum-Packagings: Bewegte der Fahrer den luftgekühlten Käfer noch sehr tief sitzend und den New Beetle aufgrund der weit vorn angeordneten Windschutzscheibe eher chauffierend, ergibt sich nun ein agiles, fahrerorientiertes Coupé-Erlebnis. Jeder Abstand passt wie maßgeschneidert.

Der New Beetle war innen eine Kathedrale. Vorn ist der Beetle aufgrund des Abschieds vom Kuppeldach des Vorgängers etwas flacher geworden, bietet dadurch nun 1.044 mm Innenhöhe, statt zuvor 1.082 mm. Doch die 38 mm werden nicht einmal Sitzriesen vermissen, da der New Beetle innen die Kathedrale unter den Kompakten war. Hinten indes ergibt sich durch die längere Dachpartie ein deutlich besseres Raumgefühl. Signifikant größer wurde der Kofferraum, der nun 310 statt 209 Liter fasst. Die Rücksitzlehne kann wie gewohnt geteilt umgeklappt werden; die Beladung erfolgt bequem über die weit öffnende Heckklappe.


Mehr Ausstattung: Die Individualisierung des Beetle

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„Beetle", „Design" und „Sport". Den neuen Volkswagen wird es weltweit in den drei Ausstattungslinien „Beetle", „Design" und „Sport" geben. Jede dieser Versionen hat einen ganz eigenen Charakter. Zudem sind es die Märkte selbst, die eigene Schwerpunkte setzen. Die einzelnen Parameter dieser Individualisierungsstufen wird Volkswagen im Rahmen der internationalen Fahrvorstellung bekanntgeben. In Ergänzung zu den drei Ausstattungslinien kann der Beetle über das Programm der Sonderausstattungen individualisiert werden.

Weltmotoren mit 105 PS, 140 PS, 160 PS und 200 PS.


In Märkten wie Asien, Australien, Europa und Neuseeland wird es den neuen Beetle ausschließlich mit aufgeladenen Motoren geben. Alle Antriebsversionen – durchgängig Vierzylinder – kommen dabei erstmals in dieser Baureihe zum Einsatz. Dank des Umstiegs auf die Turbobenzin- (TSI) und Common-Rail-Turbodiesel-Direkteinspritzer (TDI) ergeben sich im Vergleich zum Vorgänger signifikant reduzierte Verbrauchs- und Emissionswerte. Die drei aufgeladenen Benziner des Beetle leisten 77 kW / 105 PS, 118 kW / 160 PS und 147 kW / 200 PS. Die zwei Diesel entwickeln 77 kW / 105 PS und 103 kW / 140 PS (die TDI werden nicht in China angeboten). Alle fünf Motoren können optional mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden.

Und so wird es auch für den Beetle der Neuzeit wieder heißen: Er läuft und läuft und läuft... (dio)

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Fotos: VW


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